Dentaprime-Zahnklinik, spezialisiert auf Knochenaufbau

Knochenaufbau des Kiefers zur Vorbereitung einer Zahnimplantation

Implantate sind die beste und effektivste Versorgung für Zahnlücken und zahnlose Kiefer. Leider kann ein Implantat aber nicht immer sofort gesetzt werden. Beispielsweise, weil nicht genügend Knochenmasse vorhanden ist, um ihm eine ausreichende Primärstabilität zu gewährleisten. Diese aber muss gegeben sein, damit das Implantat direkt nach dem Setzen Halt im Knochen findet und so auch gut mit ihm verwachsen kann. Reicht die Höhe oder die Breite des Knochens nicht aus, dann kann das ohne Knochenaufbau zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Knochenaufbauten sind aber nicht in jedem Fall nötig. Nur, wenn sich der Knochen aufgrund längerer Nichtnutzung zurückgebildet hat - zum Beispiel, wenn eine Zahnlücke oder auch der zahnlose Kiefer über längere Zeit nicht oder nur unzureichend mit Zahnersatz versorgt wird. Die Knochenstruktur baut sich bei dieser Nichtnutzung ab. Der Körper bekommt das Signal, dass das Knochenmaterial nicht mehr gebraucht wird und handelt nach dem Prinzip: Use-it-or-lose-it! (Benutz es oder verlier es!) Für den Körper bedeutet das eine Energieeinsparung, weil er das abgebaute Material nicht unnötig versorgen muss.

Soll aber ein Implantat eingesetzt werden, wird eben dieser Knochen wieder benötigt. Durch den Einsatz von Knochenersatzmaterialien wird der Wiederaufbau gefördert. Der natürliche Knochen lagert sich an das Gerüst an, das ihm geboten wird. Sobald die Struktur wieder stabil genug ist, kann das Implantat eingesetzt werden. Durch den entstehenden Kaudruck wird dem Körper signalisiert, dass die Struktur weiterhin benötigt wird - ein Abbau findet dann nicht mehr statt, da das Implantat in seiner Funktion einer natürlichen Zahnwurzel gleicht.

Diese Website soll Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Themen im Zusammenhang mit Knochenaufbau geben.

Ablauf der Behandlung: Knochenaufbau



Vor Beginn der Behandlung liegt zunächst eine röntgenologische und / oder volumentomographische Untersuchung an. Nur so kann festgestellt werden, ob ein Knochenaufbau nötig ist und wenn ja, wieviel Knochenvolumen aufgebaut werden muss.

Ist die Planung abgeschlossen, kann der eigentliche Knochenaufbau beginnen (hier am Beispiel des Oberkiefers). Das Zahnfleisch wird eröffnet und vorsichtig vom Knochen abgelöst. Soweit, dass ein problemloses Erreichen der aufzubauenden Stelle gewährleistet ist. Anschließend wird ein kleines Fenster in den Knochen gefräst. Der folgende Schritt gehört zu den aufwändigsten und empfindlichsten der gesamten Operation. Die Schneidersche Membran, die die Nasen- und die Mundhöhle voneinander trennt, muss sorgfältig und vorsichtig vom Knochen gelöst werden, so dass ein kleiner Freiraum entstehen kann, der dann mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt wird.

Besondere Vorsicht gilt in diesem Schritt vor allem, weil die Membran die einzige Barriere zwischen Nasenhöhle und Kiefer- / bzw. Mundhöhle ist und sie somit von der ‘Außenwelt’ trennt und vor Entzündungen und Infektionen schützt. Erfahrene Kieferchirurgen haben jedoch in der Regel keinerlei Probleme damit.

Ist ausreichend Knochenmaterial in den entstandenen Freiraum inseriert, wird eine künstliche Membran darüber eingesetzt, die sich förderlich auf die Wundheilung auswirkt und im Laufe des Einheilprozesses vom Körper abgebaut wird. In einem abschließenden Schritt wird das Zahnfleisch über dem Knochenaufbau wieder vernäht. Nach der Einheilzeit können nun Implantate inseriert werden.

Einheildauer Knochenaufbau

Einzeitiges Verfahren: Bei einem einzeitigen Verfahren werden Implantate direkt nach dem Einbringen des Knochenmaterials gesetzt. Das kann allerdings nur gemacht werden, wenn die Knochenaufbauten nicht allzu groß ausfallen müssen.

Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial Links: Matrix aus Knochenersatzmaterial (Bio-Oss)
Mitte: Das natürliche Knochengewebe lagert sich an die Matrix an
Rechts: Komplette Integration (6-9 Monate)

Zweizeitiges Verfahren: Bei einem zweizeitigen Verfahren wird zunächst der Knochen aufgebaut und die Implantatinsertion findet erst nach der Einheilzeit statt, die bis zu sechs oder neun Monate dauern kann. Diese Zeit nutzt der Körper, um den natürlichen Knochen an der behandelten Stelle wieder aufzubauen. Dabei lagert sich der Knochen an das Leitgerüst an, das ihm das Knochenersatzmaterial zur Verfügung stellt.

Unterschiede beim Knochenaufbau in Unter- und Oberkiefer

Knochenabbau findet sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer statt. Der Vorgang des Knochenumbaus unterscheidet sich jedoch in den beiden Kiefern signifikant. Im Oberkiefer nimmt der Knochen eher in der Breite ab und wird somit verschmälert, bevor er auch an Höhe verliert. Wenn er aufgebaut werden soll, muss also sowohl Höhe als auch etwas an Breite aufgebaut werden. Wie viel, hängt vom Fortschritt des jeweiligen Knochenabbaus ab. Seitliche Knochenaufbauten im Oberkiefer werden Sinuslift genannt. Bei einem Sinuslift wird ein kleines Knochenfenster eröffnet, um die Schneidersche Membran, die Nasennebenhöhle und Mundhöhle voneinander trennt, vom Knochen zu lösen. In den dadurch entstehenden Freiraum wird Knochenersatzmaterial eingesetzt, an dem sich der natürliche Knochen in der folgenden Zeit anlagern kann.

Der Unterkieferknochen verliert vor allem an Höhe, flacht sich daher ab und verbreitert sich in horizontaler Richtung. Wird ein Knochenaufbau betrieben, so konzentriert er sich auf den Wiederaufbau der Knochenhöhe.

Kosten für Knochenaufbau

Die Kosten für einen Knochenaufbau können sehr unterschiedlich ausfallen. Während der eine Patient vielleicht lediglich 300 Euro zahlt, kann der Preis bei einem anderen Patienten bis zum Zehnfachen betragen.

Woran aber liegt das? Einerseits liegt das sicherlich an den unterschiedlichen Preisen unterschiedlicher Behandler. In Deutschland sind zwar Knochenaufbauten seit Anfang 2012 Teil der Gebührenordnung für Zahnärzte, an die sich die in Deutschland tätigen Zahnärzte halten müssen. Aber: die dort festgelegten Gebühren können durch den Zahnarzt um das dreieinhalb-Fache gesteigert werden. Im Klartext heißt das: Der Behandler hat einen Spielraum, der für den Patienten teuer werden kann.

Andererseits sind die Gründe für die unterschiedlichen Kosten aber nicht nur bei der Berechnung der Leistungen zu suchen, sondern auch in den Leistungen selber. Allein das Ausmaß des Knochenrückgangs kann ausschlaggebend für die entstehenden Kosten sein. Größere Aufbauten kosten aufgrund der erbrachten Leistung und der verwendeten Materialien selbstverständlich mehr als ein kleiner Aufbau, der beispielsweise nur an einer einzelnen Stelle betrieben werden muss. Ganze Kiefer aufzubauen ist dann natürlich noch einmal teurer. Pauschalpreise können so nicht genannt werden, da jeder Knochenaufbau individuell ist. .

Durch röntgenologische oder volumentomographische Aufnahmen kann der Behandler Ihnen einen Kostenvoranschlag erstellen, der aufzeigt, welche Leistungen, Materialien und Preise für den Knochenaufbau anfallen würden. Ist Ihnen der Preis zu hoch, können Sie den Voranschlag auch nutzen, um Preisbeispiele anderer Behandler einzuholen.

Es lohnt sich durchaus auch, Dienstleister aus dem Ausland zu kontaktieren. In Idealfällen müssen Sie hier nicht auf Qualität verzichten und können trotzdem bis zu 60 Prozent der Kosten sparen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Dentaprime-Zahnklinik in Varna. Das Team dort leistet exzellente Arbeit - sowohl im implantologischen als auch im kieferchirurgischen und zahntechnischen Bereich.

Risiken eines Knochenaufbaus

Im Allgemeinen sind Knochenaufbauten nur mit sehr wenigen Risiken verbunden, die zudem noch in geringer Wahrscheinlichkeit auftreten. Sie werden sehr gut vertragen. Doch wie jede andere medizinische Behandlung bleibt ein geringes Restrisiko, dass es zu Komplikationen kommen kann.

Dazu gehört beispielsweise, dass das Knochenmaterial unter Umständen nicht richtig mit dem natürlichen Knochen verwachsen kann und wieder entnommen werden muss. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr gering. Die Abstoßung kommt nur in seltenen Fällen vor.

Auch allgemeine Risiken operativer Eingriffe können natürlich vorkommen, sind aber nicht wahrscheinlicher als bei jedem anderen operativen Eingriff auch. Ganz im Gegenteil, Infektionen und Entzündungen sind sogar noch seltener und können durch Antibiotikagabe gezielt behandelt werden. Meist wird direkt nach dem Knochenaufbau präventiv Antibiotika verordnet, damit das Restrisiko ausgeschlossen werden kann.

Besondere Hinweise zu Unter- und Oberkiefer:
Oberkiefer: Unter Umständen kann es passieren, dass bei einem Knochenaufbau die Membran verletzt wird, die die Nasen- und Kieferhöhle voneinander trennt. Dann muss der Kieferchirurg für entsprechende Gegenmaßnahmen sorgen.

Unterkiefer: Unter Umständen kann es passieren, dass der Unterkiefer- und Zungennerv verletzt wird. Das hat zur Folge, dass sich ein vorübergehendes Taubheitsgefühl der Unterlippe oder der Lippe einstellt. In sehr seltenen Fällen bleibt es dauerhaft.

Weiterführende Quellen

Knochenaufbau des Oberkiefers (Sinuslift) auf Wikipedia

Knochenaufbau auf Youtube

Knochenaufbau in der Dentaprime-Zahnklinik

 
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